aus der Einbecker Morgenpost:

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"Wege ohne Gewalt"
Mit dem Geld, so Peter Nordhoff von Woge, werde die Arbeit auf die Landkreise Northeim und Osterode ausgeweitet und ab sofort ein eigener Kurs für acht Teilnehmer in Northeim angeboten.
"Die Gewaltspirale muss durchbrochen werden", hat Sozialministerin Aygül Özkan begründet, warum das Land ein Training für Täter häuslicher Gewalt unterstützt. 13 100 Fälle hat die Polizei in Niedersachsen allein 2008 registriert. Özkan: "Täter müssen lernen, sich mit ihrem gewalttätigen Handeln auseinanderzusetzen und Konflikte gewaltfrei zu lösen."
In Göttingen können sie das mit Hilfe von Woge bereits seit 2007. Justiz und Polizei, aber auch soziale Einrichtungen, weisen Tätern, die erstmals auffällig wurden, den Weg zu Woge, wo sie in 20-wöchigen Kursen das eigene Verhalten problematisieren, verstehen lernen, Verantwortung dafür übernehmen sollen und ihr Handeln für die Zukunft ändern lernen.
Bisher wurde das Projekt einzig durch Bußgelder aus den Gerichten finanziert. Inzwischen ist Woge Mitglied des paritätischen Wohlfahrtsverbandes geworden. Mit der Finanzspritze vom Land kann das Angebot ausgeweitet werden, erklärt Peter Nordhoff, promovierter Naturwissenschaftler, Heil- und Psychotherapeut. Mit dem Landeszuschuss verbunden sei die Verpflichtung, künftig nach gemeinsam festgelegten Standards zu arbeiten. Alle sieben unterstützten Vereine haben diese gemeinsamen Regeln. Überdies gibt es Netzwerktreffen mit anderen Organisationen, die sich um Opfer oder Täter kümmern.
In den ersten drei Jahren wurden mehr als 100 Absolventen der Kurse betreut, 45 allein im letzten Jahr. Laut Staatsanwaltschaft ist über keinen Absolventen bekannt, dass er wieder auffällig wurde. Nicht nur das Land hilft künftig bei dieser Erfolgsgeschichte: Am Dienstag traf ein Zuwendungsbescheid vom Landkreis Göttingen ein – 2929 Euro sagt der Kreis der Woge zu.
Quelle: http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/20-000-Euro-Foerderung-fuer-Woge-vom-Land

"Erst sitzen viele mit verschränkten Armen in der Gruppe wissen nicht was sie da sollen und sind völlig verschlossen. Nach und nach lernen sie, wenn sie anderen zuhören, die schon länger dabei sind, auch selbst zu reden. Im Laufe des Gruppenprozesses äußert fast jeder irgendwann in irgendeiner Form Scham über das was er getan hat. Sie werden damit konfrontiert, dass sie ihre Geschichte vollständig und ohne Beschönigungen erzählen und Verantwortung dafür übernehmen. Mit Hilfe der pädagogischen Begleitung lernen sie, wie es möglich ist, Konflikte in Beziehungen gewaltfrei zu lösen. (Schilderung der Teamer)
"Wege ohne Gewalt" WoGe e.V. - der Name ist Programm. Männern, die Gewalt in Beziehungen angewandt haben soll ein anderer Weg aufgezeigt werden. Mit Gesprächen in Gruppensitzungen soll ihnen ein Weg aus dem "Gewaltkreislauf" aufgezeigt werden. Die Erkenntnis, daß Haftstrafen keine Verhaltensänderungen bei "Gewalt in Beziehungen" , "Häuslicher Gewalt" etc. erreichen, dürfte Ausgangspunkt für die Gründungen von zusätzlichen Hilfsangeboten für Täter gewesen sein ..."
Den gesamten Artikel auf den Seiten www.goest.de anzeigen.
"Zunahme häuslicher Gewalt - Verein Wege ohne Gewalt hilft Tätern, Problem zu lösen
GÖTTINGEN. Kennen Sie das Gefühl, dass Ihnen manchmal die Hand ausrutscht? Wissen Sie sich manchmal nicht mehr anders zu helfen, als laut zu werden, zu schubsen oder zuzuschlagen? Und denken Sie, Ihre Partnerin oder Ihr Partner müsste sich doch bloß ändern, dann wäre alles gut?"
Druckversion des gesamten Artikels auf den Seiten www.hna.de anzeigen.
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Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Opfer häuslicher Gewalt langfristig vor erneuten Übergriffen zu schützen, indem es Antigewaltkurse für die Täter anbietet. In den 16-wöchigen Kursen sollen Gewalttäter lernen, Konflikte innerhalb der Familie gewaltfrei zu lösen; Psychotherapeuten und Pädagogen werden das Verhalten der Täter analysieren und mit ihnen an gewaltfreiem Konfliktmanagement, neuen Kommunikationsformen in den Familien und an ihrem Rollenbild arbeiten. Die Teilnahme an den Kursen ist freiwillig, die Bereitschaft dazu kann allerdings in Gerichtsverfahren als strafmildernd eingestuft werden. Im Landgerichtsbezirk Göttingen wurden im vergangenen Jahr 1100 Fälle häuslicher Gewalt bekannt; die Strafverfolgung scheitert häufig daran, dass die Opfer unter Druck ihre Anzeigen zurückziehen. Der erste Antigewaltkurs von „WoGe“ beginnt am 16. April.
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